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VORTRAG // 14.08.2022 // 18.00 // WAGENPLATZ SCHLAGLOCH Aufstandsbekämpfung – Wie der Staat Bewegungen ungefährlich hält

Wie hält der Staat soziale Bewegungen ungefährlich und verhindert Aufstände? Der Vortrag gliedert sich grob in zwei Teile. Es soll um direkte Repression, also um Dinge wie Gesetze, Gewalt durch die Polizei und Strafverfolgung gehen. Wozu dienen welche Gesetze und die mit ihnen verbundene Strafverfolgung? Was macht die permanente staatliche Repressions(-androhung) mit uns und unseren Bewegungen? Welche Strategien nutzt die Polizei um Demonstrationen und andere Ansammlungen auf der Straße zu steuern oder zu zerschlagen?
Dazu kommt indirekte Kontrolle, z.B. durch staatliche Beeinflussung von unserer Selbstwahrnehmung als Bewegung. Wie beeinflusst der Staat unsere Denkweisen in seinem Sinne? Welche Ideologien (Weltanschauungen), Institutionen und Bewegungen sind Ihm dabei nützlich? Themen werden u.a. Universität (hier z.B. Bewegungsforschung), Gewaltfreiheit, Demokratie, Faschismus und Linke Einheit sein. Abschließend soll darüber gesprochen werden was Repression, Gewalt und das damit verbundene Trauma mit uns als Bewegungen macht.

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Aktueller Standort

Aktuell sind wir hier:

Meimersdorfer Moor

 

Wegbeschreibungen:

Auto (ca. 5min vom Hbf): In Kiel an der Meierei auf die B404 Richtung Bad Segeberg fahren. Dann NICHT Richtung Molfsee abbiegen! 2. Ausfahrt von der B404 abfahren, dort wo die Bushaltestelle (“Karlsburg”) und ein kleines blaues Straßenschild “Meimersdorfer Moor” sind. Der Straße ca 200m folgen, diese führt nach unten und macht einen Linksbogen. Nach dem Linksbogen zwischen Poller und Stein in den Feldweg reinfahren. Dem Feldweg folgen, bis er von den Schienen wieder wegführt. Dann siehst du unsere Einfahrt.

Fahrrad (ca. 15min vom Hbf / zu Fuß): In Kiel auf den Fahrradweg, der an der B404 Richtung Bad Segeberg entlang geht, fahren. Wo es runter geht und der Weg sich teilt rechts halten. Nach dem Tunnel links zu den Häusern abbiegen. Neben dem Haus mit der Schaufensterpuppe (Meimersdorfer Moor 31) in den kleinen Feldweg einbiegen. Dem Feldweg folgen, an den Schafen vorbei. Dann nächste links. Dann siehst du unsere Einfahrt.

mit dem Bus (ca. 10min vom Hbf): vom Hauptbahnhof mit den Linien 41,42 oder 43 Richtung Wellsee/Meimersdorf. Haltestelle “Karlsburg” aussteigen. Von dort ca. 5min Fußweg: Von der Bushaltestelle runter zu den paar Häusern gehen. Neben dem Haus mit dem Secondhandshop (Meimersdorfer Moor 31) in den kleinen Feldweg einbiegen. Dem Feldweg folgen, an den Schafen vorbei. Dann nächste links. Dann siehst du unsere Einfahrt.

 

5 JAHRE WAGENPLATZ SCHLAGLOCH – Geburtstagsparty!

Das Schlagloch wird 5!
Das wollen wir am Freitag den 13.05., ab 18:00 Uhr, gemeinsam mit euch feiern!!! Es wird Bands und DJs geben, Essen, Trinken und jede Menge Bock! 
Ein halbes Jahrzehnt Besetzung und Kampf um einen legalen Wagenplatz hat das Schlagloch nun überstanden und wir werden weiter machen!!!
Infos zum Programm findet ihr auf unserem Flyer 🙂
Die Wegbeschreibung zu uns findet ihr hier auf der Seite!
 
Bitte kommt alle getestet und feiert mit uns, wir freuen uns auf euch!
 
Auf ein weiteres Jahr Kampf für Wagenplätze und Freiräume!
Schlagloch bleibt!!!

AN DIE RATSFRAKTIONEN: DIE STADT GEHÖRT UNS ALLEN! WO SOLLEN WIR HIN?

WIR SIND IMMERNOCH UNTERWEGS!
Heute sind ein paar Miniaturbauwägen und MiniaturLKWs durchs Rathaus gefahren, auf der Suche nach einem Platz, an dem sie bleiben können. Sie haben keinen gefunden, und haben mit einem Brief im Gepäck vor den Büros der Ratsfraktionen halt gemacht, um zu fragen: Wo sollen wir hin? Wo sollen wir wohnen?
 
Nach unserem öffentlichen Brief und unseren Anfragen auf Antworten, sowie nach einem Antrag der Politiker*innen und der Linken in der Ratsversammlung (17.03.22) zur Idee auf das MFG5-Gelände zu ziehen, sowie der Bürgerfragen in der Ratsversammlung, bleiben die Reaktionen der Stadt und der Politik dürftig.
 
Der Antrag wurde in den Bauausschuss und somit aus der öffentlichen Diskussion geschoben. Er wurde also ins Nichts versenkt. Warum?
Bei einigen Politiker:Innen gab es Unklarheiten, daher nochmal die Hard-Facts:
1.) Der Aubrook ist voll. Das zeigt den Bedarf an weiteren alternativen Wohnformen und den Bedarf an einem weiteren Wagenplatz
2.) Wir sind ein eigenständiges unabhängiges Projekt
3.) Wir sind unkommerziell, solidarisch und finden profitorientierte und kapitalistisch ausgerichtete Planungswettbewerbe und Initiativen generell scheiße!
4.) Schluss mit den Lippenbekenntnissen der Grünen! Haltet euch an den Beschluss eurer Kreismitgliederversammlung und unterstützt uns endlich auch aktiv. Ein – abermals- verschieben der Anträge in Ausschüsse bringt keinen weiter
5.) an die SPD: wenn ihr sagt, eure soziale Wohnungspolitik hat Vorrang vor einem Wagenplatzprojekt, für das ihr angeblich eh keine allgemeine Aktzeptanz finden könnt, dann wäre es schön das auch an Euren Handlungen zu erkennen! Doch so klingt es viel mehr wie eine Legitimierung dafür, uns weiter abzulehnen und sich aus der Verantwortung für eine Wohnungspolitik des sozialen Desasters zu ziehen
6.) Gebt uns eine Fläche!
 
Die GRÜNE JUGEND Kiel positionierte sich auf Anfrage von uns für eine sofortige Genehmigung für unsere Wagengruppe, den vorgeschlagenen Grünsteifen des MFG5 Geländes übergangsweise zu nutzen. Dennoch schoben dieselben die Schuld, betreffend der Verschiebung des Antrags aus der Ratsfraktion in den Bauausschuss, der SPD zu. Von der CDU wurde in der Ratsversammlung um eine lang ersehnte Entscheidung gebeten, darauf warten wir auch. Die FDP beschrieb uns als zu „unverschämt Fordernd“. Wir leben seit über 4  Jahren (bald ein halbes Jahrzehnt)in Ungewissheit, sind ständig bereit für Gespräche und Verhandlungen, warten ewig auf Antworten, bringen uns in die Stadt ein, sind ein etablierter Wagenplatz, der auf kleiner unversiegelter Fläche, die ungeeignet für Wohnungsbau ist, vielen Menschen ein erschwingliches Leben bieten kann und werden seit so langer Zeit von der Stadt ignoriert, verdrängt und unsere Ideen werden in Ausschüsse verschoben. 
Wir dürfen Fordern! Wir dürfen Laut sein! FÜR MEHR WAGENPLÄTZE!

Ein kleiner Sieg, auf dem Weg zur Anerkennung anderer Wohnformen!

Im vergangenen Jahr, am 28.02.2021 war es auf dem Wagenplatz Schlagloch zu einem als repressiven Angriff zu wertenden Vorfall gekommen. In diesem hatte die Polizei, nach einer offenkundigen Drohung, versucht uns einen Corona Verstoß nach dem infektionsschutzgesetz anzuhängen, da wir nicht nachweisen konnten auf dem Wagenplatz gemeldet zu sein!
Somit wären wir zu viele Menschen aus verschiedenen Haushalten, hieß es. Nach dem die Abgabe von Personalien verweigert wurde, wurden Menschem gewaltsam durchsucht. Ursprünglich ging es um einen vermeintlichen Verkehrsdelikt. Die Maßnahmen wurde als repressives Druckmittel missbraucht!
Wir wollen auf keinen Fall die Notwendigkeit von Einschränkungen, zur Eindämmung des Corona Virus, leugnen. Aber auch Wohnformen die nicht ins Raster passen, müssen darin Beachtung finden!
Wagen leben ist als Wohnform nicht im Gesetz vorgesehen und das Versagen der Stadt selbst, uns eine legale Fläche zu ermöglichen, führte zu der lächerlichen Situation letztes Jahr.
Selbst mit der Auflösung der Besetzung wurde gedroht.
Ein Ordnungswiedrigkeitsverfahren wurde eingeleitet.
Doch nicht mit uns!
Wir lassen uns nicht einschüchtern!
Nach unterschiedlichen Versuchen uns doch noch dran zu kriegen, musste auch das Ordnumgsamt einsehen, dass die Vorwürfe gegen uns völlig haltlos sind und ließ alle Vorwürfe fallen!
Vielen Dank in diesem Sinne nochmal an unserem Anwalt.
Der Versuch uns klein zu kriegen ist gescheitert. Wir kämpfen weiter für die Anerkennung von Wagenplätze und eine legale Fläche und stellen dann gerne einen Briefkasten, in der ‘schlagloch Gasse 1’ auf, um weitere bürokratische Kämpfe zu führen und zu gewinnen!
Schlagloch bleibt.

 

Offenes Plenum auf dem Wagenplatz Schlagloch

Hallo ihr Lieben,

Wir bieten ab Mittwoch, dem 20.10.20121, jeweils den ersten und dritten Mittwoch im Monat, ab 17 Uhr, ein offenes Plenum an.

Wir wollen euch dabei die Möglichkeit geben uns kennenzulernen und den Freiraum hier mitzugestalten und zu nutzen (z. B. für Veranstaltungen und Workshops)

Kommt doch einfach mal vorbei! Wir befinden uns nach wie vor im Meimersdorfer Moor, eine Wegbeschreibung gibt es hier:
https://schlagloch.blackblogs.org/category/ueber-uns/

Wir freuen uns über Austausch und Vernetzung!

Eure Wagengruppe Schlagloch

Freiluftkino 16.07.21 “4 Wände und 2 Achsen” und “Projekt A”

 
Hallo ihr Lieben,
 
am kommenden Freitag, den 16.07.21 laden wir Euch herzlich zu unserem Freiluftkino auf dem Wagenplatz Schlagloch ein.
Es werden zwei (Kurz)filme gezeigt: “4 Wände und 2 Achsen” und “Projekt A”.
 
Das Ganze startet um 20:30Uhr mit Essen, um dann gegen 22:00Uhr mit dem Draußenkino zu beginnen.
Wir befinden uns nach wie vor im Meimersdorfer Moor, eine Wegbeschreibung gibt es hier:
https://schlagloch.blackblogs.org/category/ueber-uns/
 
Um 20:30 wird eins bei der Bushaltestelle “Karlsburg” sein und Leute abholen.
 
Die Veranstaltung läuft natürlich unter Einhaltung der Corona-Hygienemaßnahmen ab, draußen und mit Abstand
 
Wir freuen uns auf Euch!
Die Schlaglochis

 

Pressemitteilung – “Goldenes Stück Scheiße” für Kiel.Failing.City – 4 Jahre Wagengruppe Schlagloch

30.04.2021

Pressemitteilung – “Goldenes Stück Scheiße” für Kiel.Failing.City – 4 Jahre Wagengruppe Schlagloch

Kiel. Heute, am 30.4.2021 versammelten sich ca. 100 Personen auf dem Kieler Rathausplatz. Eingeladen hatte die stadtbekannte Wagengruppe Schlagloch, welche mit der Veranstaltung auch gleichzeitig ihr vierjähriges Bestehen feierte. „Vier Jahre langer Kampf um einen Wagenplatz als Wohnort und Freiraum in Kiel. Doch die Stadt ignoriert die Forderungen und Bedürfnisse der Wagengruppe. Deswegen – aber auch wegen anderer Untaten – hat sich die Stadt Kiel einen Preis redlich verdient.“, hieß es in dem zuvor verbreiteten Aufruf.

Gegen 14 Uhr baute die Wagengruppe eine Bühne bestehend aus zwei der von ihnen bewohnten LKWs auf und inszenierte dort anschließend eine „Preisverleihung“ an die Stadt Kiel. Auf ironische Art und Weise wurde dabei in verschiedenen kleinen Sketchen auf die der Meinung der Wagengruppe nach gescheiterte Stadtpolitik hingewiesen. Dabei wurden die am Theodor-Heuss-Ring verbauten „Luft-Filter“, die Geschehnisse rund um „Möbel Höffner“, der Mangel an Wohnraum, sowie die nach wie vor ungeklärte Situation der Wagengruppe Schlagloch thematisiert. Die Moderatorin des auf dem Rathausplatz aufgeführten kleinen Theaterstücks leitete die Geschehnisse ein: „Heute vor vier Jahren besetzte die Gruppe den Prüner Schlag – noch immer ein geschichtsträchtiger Ort. Seitdem ist die Gruppe 28 mal umgezogen und wartet bis heute auf einen legalen und dauerhaften Ort, an dem sie leben können und der als Freiraum genutzt werden kann.“ Eine Prüfung von insgesamt ca. 50 Flächen durch die Verwaltung der Stadt Kiel habe lediglich dazu geführt, dass für jede einzelne davon eine bürokratische Ausrede gefunden wurde, warum dort kein Wagenplatz entstehen könne.

Zum Ende wurden die Forderungen der Wagengruppe verlesen:
• „ Wir haben es satt, dass die Mieten immer teurer werden und die Wohnungen immer beschissener!
• Wir haben keinen Bock auf Gaarden hoch 10, das viele Menschen aus ihrem Stadtteil verdrängen wird!
• Wir finden es zum Kotzen, dass viele Corona-Maßnahmen sich an den Wünschen der Wirtschaft orientieren, nicht aber an der Gesundheit aller Menschen!
• Es ist heuchlerisch einen auf Klimanotstand und Klimaschutzstadt zu machen und gleichzeitig Kreuzfahrtschiffen den Vortritt zu lassen und eine Autobahn bis in die Stadt zu bauen!
• Die Südspange braucht kein Mensch! Im Gegenteil: es braucht mehr Grünflächen und Naherholungsgebiete in dieser Stadt.
• Und nicht zuletzt stehen wir hier als Wagengruppe Schlagloch und sind es leid, seit 4 Jahren auf eine legale Lösung zu warten. Wir fordern eine dauerhaft nutzbare Fläche, auf dem mit solidarischem Leben im Wagen experimentiert werden kann und viele andere unkommerzielle Projekte entstehen können.

Dem in dem Stück auftretenden „Wulf Dämpfer“ wurde daraufhin stellvertretend für die gesamte Stadtverwaltung ein Preis für die schlechteste Stadtpolitik verliehen: ein aus einem alten Autoreifen selbst gebasteltes, großes, „goldenes Stück Scheiße“. Der Ratsherr der Partei “Die Partei” übernahm den Preis spontan, um diesen in den Fraktionssaal zu überbringen.

Das ganze Spektakel wurde gefilmt und kann von nun an angeschaut werden unter: