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Fixer Abschied aus der Ernestinenstr.

Moin zusammen!

Nach unserer kurzen Aktion am Rathausplatz haben wir uns nach dem Besuch von Team Grün entschlossen den Platz selbstständig und fix zu raümen um Repressionen aus dem Weg zu gehen. Trotzdem nervt es uns ständig dieselbe Diskussion mit den Cops führen zu müssen. (Nein, wir haben keine Chef*innen!)

Da wir trotzdem einen Platz brauchen, um die Wagen abstellen zu können und weil unser Konzept, für die derzeitigen Aktionen lautet, sichtbar zu sein, um auf die verfehlte, konzeptlose und unsoziale Flächen- und Wohnungspolitik der Stadt Kiel aufmerksam zu machen, sind wir an die brachliegende Fläche in der Ernestinenstraße gezogen. Diese schien uns exemplarisch gut geeignet um auf den Ausverkauf städtischer Flächen hinzuweisen, denn laut Aussage der Stadt wurde diese vor kurzem , im Zuge einer „Private Public Partnership“ an eine*n Investor*in verkauft. Nachdem wir seit Freitag diese Brache mit Leben füllen, sind wir in einige sehr interessante Gespräche mit Anwohner*innen verwickelt worden, die den Sachverhalt für uns nun in einem anderen Licht erscheinen lässt. An dieser Stelle nochmal ein deutliches Dankeschön für die vielen tollen Gespräche!

Ganz offensichtlich sind die Informationen, über die unsere Gesprächspartner*innen bei der Stadt verfügen, nicht besonders aktuell oder uns wurden bewusst Informationen vorenthalten. Denn die Fläche ist noch nicht verkauft, sondern soll erst verkauft werden, um auf diesem Gelände einen integrativen Waldorfkindergarten entstehen zu lassen, der die Lücke von 300 fehlenden Betreuungsplätzen in Gaarden um 80 kleiner werden lassen könnte. Die Bodenproben sind scheinbar unproblematisch, der Förderverein hat sich bereits mit eine*r Investor*in geeinigt. Einzig das Tiefbauamt stellt sich mit Verweis auf die angeblich mangelhafte Parkplatzsituation quer und verhindert den Bau eines wichtigen Projekts für den Stadtteil Gaarden, dessen Eröffnung bereits für 2018 geplant war. Nach einem kurzen Blick auf unseren Kalender erscheint uns dieses Ziel nicht realistisch und wir finden: für fünf Lkw ist hier am Straßenrand momentan Platz, warum nicht auch für mehrere Pkw? Wir wollen der Stadt und dem Tiefbauamt keine Steilvorlage für weitere Ausreden liefern, um das Projekt des Fördervereins, mit dem wir uns ausdrücklich solidarisch erklären, weiter zu verschleppen. Die Bürokratie mag langsam und träge sein, wir sind es nicht!

Darum ziehen wir heute weiter…

Checkt weiterhin den Blog, wir sehen uns wieder!

Wagengruppe Schlagloch, vielleicht bald auch in deiner Nachbarschaft!

 

Hier eine Stelungnahme der Waldorf-Ini:

http://waldorf-gaarden.de/2018/05/12/ueberraschungsbesuch-auf-dem-kita-gelaende/

Brachflächen markiert!

Wir sind weiterhin in der Ernestinenstraße und bleiben aber aktiv in der Stadt!

Es gibt in dieser Stadt viele Brachflächen, die genutzt werden könnten. Die Stadt findet aber immer wieder fadenscheinige Ausreden… Heute wurden 2 dieser Flächen markiert:

Kuckucksweg                                                                54°17’57.9″N 10°09’50.3″E

Seit vielen Jahren brachliegende Fläche am Kuckucksweg, nahe Preetzer Straße, runter Richtung Langsee (Kiel-Elmschenhagen). Die Fläche wurde in den 90ern mal kurzfristig von einer Wagengruppe besetzt, aber sofort wieder geräumt. Die Wagengruppe Schlagloch befand sich im Sommer 2017 mit der Stadt Kiel im Gespräch über eine Nutzung. Laut Aussage der Stadt ist die Fläche durch die vorherigen Nutzer*innen stark kontaminiert worden. Es gäbe wohl immer noch einen Streit um die Kosten für eine Säuberung. Dies sei der Grund für das jahrzehntelange brachliegen. Um eine Dekontamination wird sich von keiner Seite bemüht. Dadurch bleibt die Fläche unbenutzbar.

Ein Wagenplatz könnte diese Fläche kurzfristig beleben und gleichzeitig Wohnraum schaffen!

Wir fordern: Brachland zu Wagenplatz!

 

Prüner Schlag                                                                54°19’10.9″N 10°06’22.3″E

Ehemaliges Kleingartengebiet zwischen A7/B76/Westring/Hasseldieksdammer Weg (Kiel-Südfriedhof). Trotz massivem Protest und einem Bürgerbegehren, in dem 47,5% der Kieler*innen dagegen stimmten3, wurde das Gelände geräumt und an Möbel Kraft für die Errichtung eines riesigen Möbelmarktes verkauft. Seitdem liegt das Gelände größtenteils brach. Die Wagengruppe Schlagloch besetzte im April 2017 einen Teil des Geländes, wurde nach genau einem Monat geräumt und musste nun ca. 3200€ Strafe an Möbel Kraft zahlen. Eine Zwischennutzung, solange das Gelände brachliegt, wurde sofort unter fadenscheinigen Gründen abgelehnt.

Wir stellen uns entschieden gegen den Ausverkauf sämtlicher städtischer Flächen und damit das Erzeugen von Spekulation und jahrelangem Brachliegen. Diese Stadt braucht städtischen bezahlbaren Wohnraum!

Ein Wagenplatz ist eine solche Möglichkeit und könnte auch diese Fläche kurzfristig beleben und gleichzeitig Wohnraum schaffen!

Wir meinen:

Kiel.Failing.City.

– Ausverkauf beginnt hier!

Jetzt: Ernestinenstraße… Kommt vorbei!

Ein sehr schöner Nachmittag mit Wagenplatz sichtbar auf dem Rathausplatz..

 

Nun ist die Wagengruppe Schlagloch in die Ernestinenstraße in Gaarden (hinter dem Aldi am Ostring) gezogen. Zu der Fläche gibt es folgendes zu sagen:

Ernestinenstraße                                                               54°18’43.6″N 10°09’32.3″E

Seit vielen Jahren gibt es hier in der Ernestinenstraße, hinter Aldi, nahe Ostring (Kiel-Gaarden) eine brachliegende Fläche. Die Wagengruppe Schlagloch befand sich im Sommer 2017 mit der Stadt Kiel im Gespräch über eine Nutzung. Laut Aussage der Stadt wurde die Fläche an eine*n Investor*in verkauft, um dort eine KiTa zu bauen (Stichwort „Private Public Partnership“ !). Auf der Fläche tut sich seitdem nichts. Trotz mangelnder KiTa-Plätze hat die Stadt hier ihre Verantwortung an andere abgegeben und verhindert somit das schnelle Entstehen neuer KiTas. Die Investor*innen scheinen keine Fristen und keinen Druck von Seiten der Stadt zu bekommen und können somit die Fläche brachliegen lassen.

Wir stellen uns entschieden gegen den Ausverkauf sämtlicher städtischer Flächen und damit das Erzeugen von Spekulation und jahrelangem Brachliegen. Diese Stadt braucht städtischen, bezahlbaren Wohnraum!

Ein Wagenplatz ist eine solche Möglichkeit und könnte diese Fläche kurzfristig beleben und gleichzeitig Wohnraum schaffen!

Wir bleiben sichtbar und ungemütlich!

Foto’s von der Demo und Pläne

 

Liebe Leute,

hier sind schon mal ein paar Bilder von der Demo heute.

Ein fettes Dankeschön an alle, die uns heute trotz des miesen Wetters unterstützt haben.

Wir parken heute Nacht erstmal still und leise ab und laden alle, die noch Bock auf Action haben morgen um 10:00 zum Frühstücken am Parkplatz an der Fußgängerbrücke (die mit dem Pisse-Fahrstuhl) von der Hörn nach Gaarden ein.

Bringt gern Brötchen, gute Laune und Zeit mit, wir freuen uns auf euch!

 

 

Repression gegen die Wagengruppe Schlagloch

Wir fordern bezahlbaren Wohnraum für alle Kieler*innen. Die Stadt setzt stattdessen den Ausverkauf aller städtischen Flächen fort. Auf innerstädtischen Flächen, wie z.B. im Hörnbereich, werden Luxusbauprojekte gefördert, während Wohnraum knapp wird. Und solange diese Flächen brach liegen, fordern wir dort mindestens eine Zwischennutzung als Wagenplatz! Dabei bleiben wir!

Deshalb haben wir angekündigt eins der Baufelder an der Hörn am Donnerstag, den 10.5.2018, im Zuge einer Demonstration zu einem Wagenplatz werden zu lassen. Uns ist daraufhin mit erheblicher Repression begegnet worden: Die Stadt möchte einer Nutzung als Wagenplatz nicht zustimmen. Das Ordnungsamt und die Polizei hat Angst vor einer Besetzung. Letztendlich sind wir mit absurden Auflagen belegt worden: Bei der Demonstration darf die Abschlusskundgebung zwar auf der geplanten Fläche an der Hörn abgehalten werden, die Wagen müssen allerdings draußen bleiben. Wir finden das Scheiße und stehen zu unserer Idee eines Wagenplatzes mit Yachtanleger! Wir werden aber nicht versuchen, diesen mit aller Gewalt durchzusetzen. Wir lassen diese Repression nicht unkommentiert stehen, werden uns aber an die Auflage halten, um die totale Eskalation zu vermeiden.

Insofern wird es wohl vorerst keinen Wagenplatz an der Hörn geben… Wir nutzen aber die Demonstration, um mit dem Lauti und möglichst vielen Menschen auf die Fläche zu ziehen. Die Fläche soll belebt werden und damit gezeigt werden, wie gut es wäre, wenn hier ein Ort für alle Menschen dieser Stadt entstehen könnte!

 

Kommt mit, seid laut!

Demonstration: 10.5., 14Uhr

Startpunkt: Wilhelmplatz  –  Endpunkt: Hörn

Der Wagenplatz Schlagloch zieht an die Hörn um!

Der Wagenplatz Schlagloch zieht an die Hörn um!

10. Mai 2018
Startpunkt des Umzugs: 14 Uhr, Wilhelmplatz, Kiel

 

Riesige Brachflächen in bester Lage, während bezahlbarer Wohnraum in Kiel Mangelware ist…

Zieht mit uns an die Hörn und verwirklicht einen Wagenplatz mit eigenem Yachtanleger und 7Sterne Küche für Alle! Lasst uns der Stadt zeigen, dass „Luxusleben“ auch ohne Geld funktioniert
und ohne wirtschaftliche Interessen noch viel mehr Luxus für alle
entstehen kann!

Für mehr Wagenplätze mit Hafenblick in bester Lage
– heute die Hörn in Kiel und morgen die ganze Welt!

 

Wir fordern die Stadt Kiel auf, die Hörnflächen zu einem größeren Anteil für den dringend notwendigen sozialen Wohnungsbau zu nutzen und als Zwischennutzung bis dahin für alternative Wohnprojekte, wie z.B. einen Wagenplatz, zur Verfügung zu stellen!

Bereits im April 2017 haben wir als Wagengruppe Schlagloch mit der Besetzung des gerade an die Möbel- und Haushaltswarenkette „Möbel Kraft“ verkauften ehemaligen Kieler Kleingartengeländes „Prüner Schlag“ die aktuelle Kieler Wohn- und Flächenpolitik an den Pranger gestellt: Statt den Bedürfnissen vieler Kieler*innen nach stadtnahem, bezahlbarem
Wohnraum gerecht zu werden, werden zunehmend städtische Flächen für Profit und ohne soziales Verantwortungsbewusstsein an Privatinvestor*innen verkauft. So auch Teile der Flächen an der Hörn. Sozial geförderter Wohnungsbau ist in Kiel in den letzten Jahren stark vernachlässigt worden. Aktuell sollen größere Wohnbauprojekte in Kiel 30% geförderten Wohnraum ausweisen. Da allerdings auch Gewerberäume in das Bauvorhaben an der Hörn mit eingehen und Eigentumswohnungen anders
verrechnet werden, wird die Quote an sozial gefördertem Wohnraum an der Hörn wohl effektiv eher bei 10% liegen.

Brachland zu Wagenplatz – zumindest als Zwischennutzung!
Wir sind eine Gruppe in Wagen lebender Menschen, die für einen neuen Wagenplatz in Kiel kämpft, der für alle zugänglich ist und auf dem Begegnung und Teilhabe am Stadtleben ohne Abhängigkeit von Geld, sozialer und kultureller Herkunft, geschlechtlicher Identität oder sexueller Orientierung möglich ist. Wir wollen Brachflächen beleben und der Flächenversiegelung entgegenwirken. Wir sehen Wagenleben außerdem als bezahlbare und gleichzeitig nachhaltige, alternative Wohnform.

Nachdem wir den Winter im Einvernehmen mit den Vertreter*innen der Stadt Kiel am Stadtrand in Wellsee verbracht haben, läuft unser dortiger Mietvertrag nun zum 15.05.2018 aus. Aufgrund der schlechten Erreichbarkeit, ungünstigen Lage und Matschigkeit der Fläche eignet sich die Fläche ohnehin nicht für einen Freiraum, der von allen genutzt werden kann. Sie war also immer nur als Zwischenlösung gedacht und es ist keine Option dort zu bleiben. Trotz andauernden Verhandlungen mit der Stadt Kiel gibt es immer noch keinerlei Aussicht auf eine zukünftige
Fläche für den Wagenplatz… Darum schaffen wir uns nun unsere eigene Alternative!

Wir sehen nicht tatenlos zu, wie im Kieler Stadtzentrum noch mehr Luxuseigentumswohnungen, statt dringend benötigtem bezahlbarem Wohnungen oder Freiräumen für Wagenplätze entstehen!

 

Am 10. Mai 2018 um 14 Uhr ziehen wir vom Wilhelmplatz als Startpunkt aus als angemeldete Demonstration zur Hörn.

 

Kommt mit, seid laut, ladet eure Freund*innen ein!
Reclaim the Hörn!
Für mehr Platz zum Leben – Für mehr Schlaglöcher im Fundament der herrschenden Verhältnisse!