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VORTRAG // 14.08.2022 // 18.00 // WAGENPLATZ SCHLAGLOCH Aufstandsbekämpfung – Wie der Staat Bewegungen ungefährlich hält

Wie hält der Staat soziale Bewegungen ungefährlich und verhindert Aufstände? Der Vortrag gliedert sich grob in zwei Teile. Es soll um direkte Repression, also um Dinge wie Gesetze, Gewalt durch die Polizei und Strafverfolgung gehen. Wozu dienen welche Gesetze und die mit ihnen verbundene Strafverfolgung? Was macht die permanente staatliche Repressions(-androhung) mit uns und unseren Bewegungen? Welche Strategien nutzt die Polizei um Demonstrationen und andere Ansammlungen auf der Straße zu steuern oder zu zerschlagen?
Dazu kommt indirekte Kontrolle, z.B. durch staatliche Beeinflussung von unserer Selbstwahrnehmung als Bewegung. Wie beeinflusst der Staat unsere Denkweisen in seinem Sinne? Welche Ideologien (Weltanschauungen), Institutionen und Bewegungen sind Ihm dabei nützlich? Themen werden u.a. Universität (hier z.B. Bewegungsforschung), Gewaltfreiheit, Demokratie, Faschismus und Linke Einheit sein. Abschließend soll darüber gesprochen werden was Repression, Gewalt und das damit verbundene Trauma mit uns als Bewegungen macht.

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Vielen Dank für die große Solidarität in den letzten Wochen!

Diese gibt uns Kraft, um weiter zu machen und zeigt  deutlich: der Wagenplatz Schlagloch gehört zu Kiel und wird bleiben!
Mit rund Vielen Dank für die große Solidarität in den letzten Wochen! 300 Menschen feierten wir unsern 5. Geburtstag, vielen Dank an alle die uns dabei vielfältig  unterstützt haben und die Feier zu dem gemacht haben was sie war: GROßARTIG!
 
Zu der Kundgebung am 19.5. auf dem Rathausplatz zur Ratsversammlung erschienen trotz schlechter Uhrzeit für eine große Mobilisierung 70 Unterstützer*innen, zudem beteiligen sich die Meierei, TKKG, das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum, die Linke und die Partei mit Redebeiträgen. Mit einer kleinen Inzienierung spielten wir das Theater nach, welches wir die letzten Monate, mit unserer Forderung auf das MFG 5 Gelände zu ziehen, mit den politischen Entscheidungsträger*innen der Stadt hatten.
Grund für die Kundgebung war u.a., dass die Linke in der Ratsversammlung einen Antrag einreichte, der eine Zwischennutzung auf dem MFG 5 ermöglichen sollte.
 
Um sich wiedereinmal nicht klar positionieren zu müssen, stellten SPD Kiel und Grüne Kiel einen lächerlichen Alternativantrag, dass die Stadtverwaltung bis zum Ende des Jahres prüfen soll ob es Flächen in der Stadt für alternative Wohnformen gibt. Was alternative Wohnformen bedeutet bleibt dabei vollkommen offen. Der Alternativantrag würde durch die Mehrheit von SPD und Grünen beschlossen.  Um der Forderung nach einem legalen Wagenplatz in der Ratsversammlung Nachdruck zu verleihen, wurde von Aktivist*innen zu Beginn der Ratsversamlung Minibauwägen von der Empore runter gelassen und nach der Ablehnung des Antrages der Linken kam es zu einer weiteren Störaktion.
Investor*innen, welche die Stadt weiter ausverkaufen, werden durchgewunken, wir als unkommerzielles Kultur- und Wohnprojekt müssen nach 5 Jahren weiter Flächen besetzen. Hier wird wieder einmal deutlich, nach welchen Interessen diese Stadt gestaltet wird. 
Den Zuspruch, den wir jedoch erfahren haben macht nochmal ganz klar deutlich: Schlagloch bleibt, ihr werdet uns nicht mehr los, wir bleiben weiter unbequem!!!

Aktueller Standort

Aktuell sind wir hier:

Meimersdorfer Moor

 

Wegbeschreibungen:

Auto (ca. 5min vom Hbf): In Kiel an der Meierei auf die B404 Richtung Bad Segeberg fahren. Dann NICHT Richtung Molfsee abbiegen! 2. Ausfahrt von der B404 abfahren, dort wo die Bushaltestelle (“Karlsburg”) und ein kleines blaues Straßenschild “Meimersdorfer Moor” sind. Der Straße ca 200m folgen, diese führt nach unten und macht einen Linksbogen. Nach dem Linksbogen zwischen Poller und Stein in den Feldweg reinfahren. Dem Feldweg folgen, bis er von den Schienen wieder wegführt. Dann siehst du unsere Einfahrt.

Fahrrad (ca. 15min vom Hbf / zu Fuß): In Kiel auf den Fahrradweg, der an der B404 Richtung Bad Segeberg entlang geht, fahren. Wo es runter geht und der Weg sich teilt rechts halten. Nach dem Tunnel links zu den Häusern abbiegen. Neben dem Haus mit der Schaufensterpuppe (Meimersdorfer Moor 31) in den kleinen Feldweg einbiegen. Dem Feldweg folgen, an den Schafen vorbei. Dann nächste links. Dann siehst du unsere Einfahrt.

mit dem Bus (ca. 10min vom Hbf): vom Hauptbahnhof mit den Linien 41,42 oder 43 Richtung Wellsee/Meimersdorf. Haltestelle “Karlsburg” aussteigen. Von dort ca. 5min Fußweg: Von der Bushaltestelle runter zu den paar Häusern gehen. Neben dem Haus mit dem Secondhandshop (Meimersdorfer Moor 31) in den kleinen Feldweg einbiegen. Dem Feldweg folgen, an den Schafen vorbei. Dann nächste links. Dann siehst du unsere Einfahrt.

 

Kundgebung: Freiräume erkämpfen – Wohnraum schaffen

Kundgebung zur Ratsversammlung

19.05 – 15 Uhr Rathausplatz

Die Linke wird einen Antrag einreichen, mit dem gefordert wird, dass der Wagengruppe Schlagloch eine Zwischennutzung auf dem MFG5-Gelände ermöglicht wird.

Lasst uns gemeinsam der Ratsversammlung deutlich machen, dass es legale Perspektiven für die Wagengruppe Schlagloch, sowie Sicherheiten für alle Freiräume der Stadt braucht!

In 5 Jahren Besetzung hat sich der Wagenplatz Schlagloch als Ort alltäglicher Solidarität, DIY, Subkultur und Selbstorganisation etabliert.

Es geht jedoch nicht nur um das Projekt Schlagloch, sondern darum, dass die Stadt Kiel immer weiter für Kapitalinteressen ausverkauft wird. Die Auswirkungen sind bereits jetzt spürbar und werden weiter wachsen. Beispiele dafür sind: steigende Mieten (12 Prozent in 2 Jahren), die beginnende Vertreibung und Verdrängung von Menschen ohne das passende Kleingeld an die Stadtränder, sowie die Zerstörung der Umwelt, unter Anderem für den Bau der Südspange.

Politische und wirtschaftliche Interessen in dieser Stadt sind ganz offensichtlich eng miteinander verwoben, wie aktuelle Aufwertungsprojekte im kapitalistischen, interregionalen Standortwettbewerb zeigen.

Dieses zeigt sich beispielsweise an:

– dem nicht Einhalten der eigenen Quote an sozialen Wohnungen im Neubaugebieten an der Hörn.

– dem Bau vom sog. „Kool Kiel“, wo nun Luxuswohnungen, anstatt eines Luxushotels entstehen.

– dem nicht Nutzen vom Vorkaufsrecht beim alten Postgelände.

– der Planung eines neuen „Wahrzeichens“ an der Kielline für 55 Millionen Euro.

Die Prozesse der städtischen Aufwertung müssen als Teil der Ausbeutung, innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft verstanden und gesehen werden, welche sich für die Erweiterung des Kapitals, gegen eine lebenswerte Stadt der lokalen Gemeinschaften und des Umweltschutzes richtet und sich den lokalen Raum aneignet. Potenziale der Selbstorganisation werden zerstört. Denn uns werden die Räume genommen und Kultur sowie zwischenmenschliche Beziehungen nach der Marktlogik organisiert.

 

Umso bedeutsamer bleiben in diesen düsteren Zeiten widerständige Orte, die sich versuchen dem Diktat der kapitalistischen Vereinnahmung zu entziehen und welche konkrete Utopien des alltäglichen, solidarischen Zusammenlebens entwickeln, schaffen und verteidigen! 

Lasst uns dem Ausverkauf der Stadt nicht länger individuell gegenüberstehen, sondern lasst uns gemeinsam als solidarische Gemeinschaft Ideen für eine neue Stadt entwickeln und leben!!!

Deshalb Wagengruppe Schlagloch aus MFG 5 Gelände! Jetzt

Wohnraum vergesellschaften ! 

Freiräume verteidigen und schaffen !

5 JAHRE WAGENPLATZ SCHLAGLOCH – Geburtstagsparty!

Das Schlagloch wird 5!
Das wollen wir am Freitag den 13.05., ab 18:00 Uhr, gemeinsam mit euch feiern!!! Es wird Bands und DJs geben, Essen, Trinken und jede Menge Bock! 
Ein halbes Jahrzehnt Besetzung und Kampf um einen legalen Wagenplatz hat das Schlagloch nun überstanden und wir werden weiter machen!!!
Infos zum Programm findet ihr auf unserem Flyer 🙂
Die Wegbeschreibung zu uns findet ihr hier auf der Seite!
 
Bitte kommt alle getestet und feiert mit uns, wir freuen uns auf euch!
 
Auf ein weiteres Jahr Kampf für Wagenplätze und Freiräume!
Schlagloch bleibt!!!

Demo: Wohnen ist Menschenrecht

Wohnen ist Menschenrecht !

Wir beteiligten uns mit vielen anderen Gruppen an der landesweiten Demo für ein Ende des sozialen Desasters in der Wohnungspolitik.

In der Legalisierung von Wagenplätzen sehen wir ein Puzzleteil für eine, an den Menschen orientierte, Wohnungspolitik. Denn durch das Wohnen in beweglichen Wohnräumen kann auf Brachflächen und nicht für den Bau nutzbaren Flächen, schnell kostengünstiger und nachhaltiger Wohnraum entstehen, ohne das Boden versiegelt wird. Auch auf Ebene der Gestaltung des Lebens und der Beziehungen miteinander entwickeln Wagenplätze einen
Gegenentwurf zu Konkurrenz, Vereinzelung und Vereinsamung. Die Bewohner*innen leben in einer solidarischen Gemeinschaft und ein Wagenplatz ist Ort der Begegnung, des Austausches und einer gemeinsamen, solidarischen Organisierung des Alltags.
Jedoch wird es für diese alternative Wohnform, wenn sie sich nicht der Marktlogik unterzieht, in Schleswig Holstein unangenehm! So müssen wir als Wagengruppe seit 5 Jahren Flächen besetzen und  damit in Ungewissheit und unter prekären Bedingungen leben, da wir von der Kieler Stadtpolitik, insbesondere den Grünen und der SPD, mit unseren Anliegen ignoriert, blockiert und hingehalten werden. Die ach so “nachhaltigen” Grünen verschieben weiterhin unser Anliegen, auf das MFG 5 Gelände ziehen zu dürfen, auf welchem erst Ende des Jahrzehnts gebaut werden soll, im Bauausschuss und drücken sich vor einer  eindeutigen Positionierung !
Doch ihr werdet uns nicht mehr los, wir gehören zu dieser Stadt, uns gehört die Stadt!

Wagengruppe Schlagloch aufs MFG 5 Gelände. JETZT!

Für mehr Schlaglöcher im Fundament der herrschenden Verhältnisse

AN DIE RATSFRAKTIONEN: DIE STADT GEHÖRT UNS ALLEN! WO SOLLEN WIR HIN?

WIR SIND IMMERNOCH UNTERWEGS!
Heute sind ein paar Miniaturbauwägen und MiniaturLKWs durchs Rathaus gefahren, auf der Suche nach einem Platz, an dem sie bleiben können. Sie haben keinen gefunden, und haben mit einem Brief im Gepäck vor den Büros der Ratsfraktionen halt gemacht, um zu fragen: Wo sollen wir hin? Wo sollen wir wohnen?
 
Nach unserem öffentlichen Brief und unseren Anfragen auf Antworten, sowie nach einem Antrag der Politiker*innen und der Linken in der Ratsversammlung (17.03.22) zur Idee auf das MFG5-Gelände zu ziehen, sowie der Bürgerfragen in der Ratsversammlung, bleiben die Reaktionen der Stadt und der Politik dürftig.
 
Der Antrag wurde in den Bauausschuss und somit aus der öffentlichen Diskussion geschoben. Er wurde also ins Nichts versenkt. Warum?
Bei einigen Politiker:Innen gab es Unklarheiten, daher nochmal die Hard-Facts:
1.) Der Aubrook ist voll. Das zeigt den Bedarf an weiteren alternativen Wohnformen und den Bedarf an einem weiteren Wagenplatz
2.) Wir sind ein eigenständiges unabhängiges Projekt
3.) Wir sind unkommerziell, solidarisch und finden profitorientierte und kapitalistisch ausgerichtete Planungswettbewerbe und Initiativen generell scheiße!
4.) Schluss mit den Lippenbekenntnissen der Grünen! Haltet euch an den Beschluss eurer Kreismitgliederversammlung und unterstützt uns endlich auch aktiv. Ein – abermals- verschieben der Anträge in Ausschüsse bringt keinen weiter
5.) an die SPD: wenn ihr sagt, eure soziale Wohnungspolitik hat Vorrang vor einem Wagenplatzprojekt, für das ihr angeblich eh keine allgemeine Aktzeptanz finden könnt, dann wäre es schön das auch an Euren Handlungen zu erkennen! Doch so klingt es viel mehr wie eine Legitimierung dafür, uns weiter abzulehnen und sich aus der Verantwortung für eine Wohnungspolitik des sozialen Desasters zu ziehen
6.) Gebt uns eine Fläche!
 
Die GRÜNE JUGEND Kiel positionierte sich auf Anfrage von uns für eine sofortige Genehmigung für unsere Wagengruppe, den vorgeschlagenen Grünsteifen des MFG5 Geländes übergangsweise zu nutzen. Dennoch schoben dieselben die Schuld, betreffend der Verschiebung des Antrags aus der Ratsfraktion in den Bauausschuss, der SPD zu. Von der CDU wurde in der Ratsversammlung um eine lang ersehnte Entscheidung gebeten, darauf warten wir auch. Die FDP beschrieb uns als zu „unverschämt Fordernd“. Wir leben seit über 4  Jahren (bald ein halbes Jahrzehnt)in Ungewissheit, sind ständig bereit für Gespräche und Verhandlungen, warten ewig auf Antworten, bringen uns in die Stadt ein, sind ein etablierter Wagenplatz, der auf kleiner unversiegelter Fläche, die ungeeignet für Wohnungsbau ist, vielen Menschen ein erschwingliches Leben bieten kann und werden seit so langer Zeit von der Stadt ignoriert, verdrängt und unsere Ideen werden in Ausschüsse verschoben. 
Wir dürfen Fordern! Wir dürfen Laut sein! FÜR MEHR WAGENPLÄTZE!